Wenn der Alltag mir meine Kraft raubt

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Bisher dachte ich, ich hab meine Tiefs überwunden. Hab nicht gedacht, dass nochmal eines kommen wird. Da hab ich mich wohl getäuscht. Während all der schönen Dinge, die ich in den letzten Wochen erfahren und vor allem spüren durfte, schlich sich wieder negatives in mein Leben. Was heißt hier schlich, es kam mit Pauken und Trompeten. Klatsch .. da war das erste Problem.. Bäm das nächste... und Zack noch eins. Und wieder einmal muss ich diese gnadenlose Ohnmacht fühlen. Ich kann es nicht in Worte fassen. Am liebsten würde ich mich erneut verkriechen. Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. 
Ich fühl mich innerlich leer und leblos. Versuche natürlich im Alltag dies so gut es geht zu verbergen. Zur Zeit denke ich, ich bin zu früh zurück in den Alltag. Ich kann all dem Negativen nicht standhalten.
Meine Konzentration und Motivation wird weniger. Sie hinkt etwas hinterher. Ich möchte das nicht. Nicht jetzt. Nicht wenn ich gerade dabei bin, mein Leben zu leben! Egal was ich tue, ich bin erschöpft, unkonzentriert und leblos. Mir wird so vieles egal.
Es war zu schön um wahr zu sein. Alles schien sich zu ordnen. Alles schien gut zu werden. Jetzt hab ich Angst. Wieder einmal. Ich kann das Gefühl der Angst nicht beschreiben. Es raubt mir oft innerlich den Herzschlag. Meine Luft zum Atmen. Kein Ausweg zu finden. Alles prallt wieder geballt auf mich ein. Zu müde zum kämpfen. Zu müde zum Krone richten. Selbst diesen Post schreibe ich unkonzentriert - was sich evtl. an der Grammatik oder Rechtschreibung bemerkbar macht, sorry -
Dabei hatte ich so sehr gekämpft wieder ICH zu sein.

Rückzug naht - wenn er nicht schon begonnen hat - 


Ich hab aufgehört jemanden davon zu erzählen. Ich möchte keinem mehr zur Last fallen, belächelt werden oder Sprüche wie - babbel des wärd schunn - ich kann sie leider nicht mehr hören. Ebenso denke ich, die Menschen die mir vllt. noch Nahe standen, können es auch nicht mehr hören. 
Hinter meinem Rücken wird so oder so schon getratscht, da kommt es auf das bisschen auch nicht mehr an. Ich erwarte auch nicht mehr, dass man mich versteht. Irgendwann werde ich vielleicht wieder ICH sein können. Selbst daran glaube ich gerade nicht mehr. 

Kennt ihr das? Alles schien gut. Eure Depression schien verbannt? ... ZACK verarscht! 
Ist das normal oder bin ich einfach anders?


Kommentare:

  1. Liebe Melle,
    was ist normal und was nicht. Nur Deine Gefühle zählen! Ich verstehe Dich sehr gut, man möchte gar nicht mehr erzählen und hat auch Angst, dass sich die Mitmenschen dann noch mehr zurückziehen oder eh schon nicht mehr zuhören. Aber sei mal ehrlich ....... hast Du jetzt wirklich erwartet, dass es nur noch schöne Tage gibt, es nur noch nach oben geht? Sorry, hört sich vielleicht hart und ungerecht an, aber selbst vor der Depri gab es ja nicht nur gute Tage. Ich denke Du hattest Deine Ziele sehr, sehr hochgesteckt und umso tiefer ist nun wieder der Fall. Ich kann das nur schreiben, weil ich das genauso erlebt habe und erlebe. Würde Dir gerne helfen und Dir sagen wie Du wieder Kraft findest aufzustehen, doch da liegt das Problem. Wir sind nicht alle gleich und jede schöpft aus anderen Dingen Kraft und Stärke. Leider gibt es kein Patentrezept :-( Ich denke auf alle Fälle ganz, ganz feste an Dich und schick Dir alle Energie, die so stark ist wie Deine Haarfarben :-) Setz Dich bitte nicht selbst so unter Druck und denke an Dich. Nicht daran was die Anderen tuscheln, denken oder sonst etwas. Wenn ich Dir irgendwie helfen kann dann lass es mich wissen. Wenn es in meiner Macht steht, dann tue ich es gerne.
    Dir eine gute und stärkende Nacht
    das wünscht Dir von ganzem Herzen
    der KräuterRabe

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    1. Ich finde nicht, dass meine jetzigen Ziele zu hoch waren / sind. Im alltäglichen Leben zu bestehen ist kein hohes Ziel bzw. Arbeiten gehen. Ich brauch meinen Rythmus schon. Jeder empfiehlt doch, das Regelmässige...

      Natürlich bin ich mir bewusst, dass es nicht nur sonnige Tage gibt. Die gab es vor meiner Depri ja auch nicht. Dennoch hab ich gehofft, ein solches Tief wie ich es kenne, nie mehr erleben zu müssen. Ich dachte eher abgeflachter weist du. Kann es schwer erklären. Es kommt auch immer darauf an, welche Dämpfer man im Leben erhält. Gesunde Menschen hauen solche Dämpfer vllt nicht gleich aus der Bahn.
      Früher haben mich private Probleme oder Geschehnisse nie so belastet und ich war stark genug dem allem die Stirn bieten zu können.

      Mein Ziel im Alltag bestehen zu können ist ein realistisches Ziel. Der Anfang war gemacht. Ich bin wieder arbeiten gegangen. Leider bricht nun einiges über mir zusammen, was nicht geplant war ( ich weiß, sowas kann immer vorkommen)
      früher haben mich solche Dinge weniger belastet. Belastet zwar schon, aber mich nicht umgeworfen... weist wie ich meine??

      Jetzt muss ich halt sehen, wie ich mich zusammenraufen kann, um wieder Kraft zu haben.
      Vielleicht sollte ich es einfach akzeptieren , dass ich keine Kraft im Moment habe.
      Keine Ahnung.

      Alleine der Kontakt zu Dir , ist mir eine Hilfe. Mental :-)
      Mich hier auszutauschen ebenso.

      Vielleicht komm ich mit solchen Rückschlägen erst besser klar, wenn meine Therapie begonnen hat. Dort lerne ich vllt. mit umzugehen. Sie erst gar nicht enstehen zu lassen.

      Auch Dir schicke ich eine gute und stärkende Nacht :-*

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