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Mein Vorgespräch für eine Psychotherapie - Die Angst, mein Begleiter -

4 Gedanken ★ Hinterlasse einen Gedanken :-)


Heute ist der Tag des Vorgespräches gewesen. Mittlerweile hab ich es hinter mich gebracht und kann Euch sagen, ich fuhr mit Tränen nach Hause. Ob es Freude- oder Trauertränen gewesen sind, erzähl ich Euch am Ende.
Um 11:00 Uhr sollte ich zum Gespräch erscheinen und wusste absolut nicht, wie ich mich verhalten soll. Natürlich hab  ich wiedermal sehr schlecht geschlafen und lag so zu sagen die ganze Nacht wach.
Viele Gedanken schwirrten mir durch den Kopf. - Ein regelrechter Gedankensturm - 
Leider erreichten mich heute keine Mutmachnachrichten. Egal. Ich hab es ganz alleine geschafft! Darauf bin ich sehr stolz.

Im Radio lief 10 Min. bevor ich heute morgen losgefahren bin, der Song - Die immer lacht - kennt ihr bestimmt? Hier der Text:



Refrain: Sie - ist die Eine, die immer lacht, 
die immer lacht, die immer lacht, die immer lacht, 
Oh - die immer lacht, 
und nur sie weiß, es ist nicht, wie es scheint, 
oh sie weint, oh sie weint, sie weint, 
aber nur, wenn sie alleine ist, 
Denn sie ist, wie sie ist und was sie ist. 
Es ist nicht, wie es scheint.

1. 'Wie geht es dir?' fragt schon lange keiner mehr, 
ein Clown zu sein, das fällt nicht schwer,

Refrain: Denn sie ist die Eine – die Eine, 
die immer lacht, die immer lacht, immer lacht, immer lacht, 
oh, die immer lacht - oh, die immer lacht. 
Es ist nicht wie es scheint.

2. Komm her, meine Süße und reich' mir deine Hand, 
zeig' mir, wer du bist und du wirst seh'n, wie es ist, 
zu lachen, ohne dabei zu betrügen, 
oh, zu weinen, du wirst seh'n, wie sie dich lieben, 
oh, zu lieben - ich zeig' dir wie es geht.

Refrain: Sie – ist die Eine, die immer lacht, 
die immer lacht, die immer lacht, die immer lacht, 
oh - die immer lacht. 
Und nur sie - weiß, es ist nicht, wie es scheint, 
oh sie weint, oh sie weint, sie weint, 
aber nur, wenn sie alleine ist, 
denn sie ist, wie sie ist und was sie ist. 
Es ist nicht, wie es scheint......


Strophe 1
wird im Radio nie gesungen. Hab ich eigentlich auch sonst nie gehört. Jedoch ist es Fakt. Ein Clown zu spielen ist so einfach. Maske auf, rausgehen, lächeln und keiner merkt wie kaputt ich bin. - Make Up und die Seele ist geheilt
Diesen Song schrieb und singt Kerstin Ott für ihre Freundin die an Depression erkrankt ist. Schöne Geste :-) tolle Freundschaft.
Ich finde mich in diesem Song ganz oft wieder.

- zu lachen ohne dabei zu betrügen - 
Wie oft lächle ich ohne wirklich zu lächeln? Wie oft setze ich eine Fassade auf. Dieses Lied sorgt zwar auf Partys und Festen für gute Stimmung, aber ich glaube die wenigsten wissen was der Text bedeutet.

Strophe 2 
zeigt wie toll eine Freundin sein kann. So eine Freundin wünsch ich mir auch. Eigentlich egal ob Freundin oder Freund. Hauptsache einen Menschen der mich an die Hand nimmt und gemeinsam mit mir geht. Der mir zeigt, wie schön das Leben sein kann. Mich stärkt in allem. Die Wahrheit ist leider eine andere. Genau das Gegenteil muss ich erfahren.

Im Refrain
wird klar, wie oft eine Fassade aufgesetzt und gelächelt wird. Nur ich selbst weiß, wie es mir geht. Wie es aber wirklich in mir aussieht, wird nur zu Hause deutlich.

Zurück zu heute morgen.
Natürlich musste ich den Song in voller Lautstärke hören und dabei ist mir bewusst geworden, wie passend der Song eigentlich gerade ist. Bereits im Posting - Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr... -  (hier steht noch Teil 2 aus) hab ich schon über solche "Zeichen" - die mir meinen Tag versüßen und mich spüren lassen ich gehe den richtigen Weg- berichtet. Gerade wenn ich am zweifeln bin, kommt ein solches "Zeichen" genau richtig.

Mit diesem Schwung bin ich also losgefahren. 

Ab dem Zeitpunkt des Einparkens, ist mir dann doch ziemlich flau im Magen geworden.
"Egal, da muss ich jetzt durch" - Selbstmotivation  - 
Je näher ich der Tür des Therapiezentrums gekommen bin, desto schlechter ging es mir. 
Kennt ihr den Gedanken - Hoffentlich ist keiner zu Hause und öffnet die Tür - 
So ähnlich ist meiner gewesen.
Die Tür öffnete sich natürlich und ich wurde mit einem freundlichen lächelnden "Hallo" empfangen. Die junge Dame die mit mir das Gespräch führte, ist nicht viel Älter als ich gewesen.
Sie hat mir sofort ein wohlwollendes Gefühl übermittelt. Endlich jemand der mich ernst nimmt. Der mir sofort volle Aufmerksamkeit schenkt. Gleich alles hinterfragt ohne mich zu belächeln. 
Anfangs erzählte ich mein befinden. Was mich bedrückt, mich belastet und wie ich mich fühle. 
Danach folgten ihre Fragen die ich ganz gut beantworten konnte. Natürlich hab ich einige Tränen vergossen, was mir irgendwie völlig egal gewesen ist. - Positiv egal - Ich hab mir einfach keine Gedanken gemacht. 
Das Gespräch glich keinesfalls einem Verhör und dauerte insgesamt so ca. 40 Minuten.
Danach bin ich etwas geschlaucht gewesen. 
Am Ende des Gesprächs stellte ich natürlich die Frage, wie es nun mit mir weiter gehen würde. Werde ich einen Therapieplatz bekommen? - nach all dem kämpfen und scheitern - Geht es endlich los? Darf ich endlich mit Unterstützung an mir arbeiten? Darf ich endlich wieder glücklich sein?

Am Anfang schrieb ich Euch, dass ich mit Tränen aus dem Gespräch ging
- ja ich mach es gerade spannend :-) - 

Ich ging mit Freudentränen ! 


Kommentare:

  1. Hallo Melle,

    super, dass du deiner Angst die Zunge rausgestreckt hast und zu dem Gespräch gegangen bist! :)
    Ich drück dir die Daumen, dass du ohne große Wartezeit einen Platz bekommst.

    Den Song kannte ich gar nicht... irgendwie läuft bei mir nie Radio. Ist aber ein schöner Text!
    "Zu lachen, ohne dabei zu betrügen" - naja, für mich ist es nicht gleich Betrug, wenn man seine Gefühle je nach Situation lieber für sich behält. Es geht einfach nicht jeden etwas an. Und man kann ja durchaus auch lachen, obwohl man Probleme hat. Tut ab und an sogar verdammt gut. ;)

    Toi toi toi und liebe Grüße,
    Anne

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    1. Hallo liebe Anne,
      danke für Deinen lieben Gedanken an mich :-) Freu mich gerade sehr.

      Den Song kannst Du Dir in YouTube anhören bzw auch ansehen.
      Die Melodie macht Laune.

      Bis Mitte / Ende September muss ich mich leider noch gedulden. Natürlich hab ich auch hier Angst, diesen für mich riesigen Schritt zu gehen!

      Meine Gefühle erfahren nur noch die Menschen, die tatsächlich für mich da sind. Anderen erzähl ich nichts mehr. Ich habe ganz am Anfang, als die Depression erneut diagnostiziert wurde, JEDEM der mir NAHE stand davon erzählt. Hab sogar fast gebettelt mich nicht alleine zu lassen..... naja.. egal.... Am Ende hat es mir nur gezeigt, wie falsch so manch einer sein kann ! :-)

      chillige Grüße
      Melle

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  2. Glückwunsch zum Erfolg. Eine Therapie zu finden ist in der Tat echt schwierig.
    Nicht gleich jeder Therapeut passt auch zu einem.
    Du besitzt mehr Stärke als Du denkst! Hier Dein Leben zu veröffentlich gehört ebenfalls viel Mut und Stärke dazu!

    Ich wünsche Dir weiterhin, dass es so Berg auf geht

    liebe Grüsse Sven

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    1. Guten Abend lieber Sven,

      auch Dir danke ich, für Deinen Gedanken :-)

      Danke für Deine tollen Worte.

      Eigentlich finde ich es schade, dass man Mut braucht um anderen zu sagen oder zeigen zu können, wie man unter Depressionen leidet bzw. dass man daran erkrankt ist.

      Ein Beinbruch ist halt sichbar ;-)

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