"Wenn es ein Gänseblümchen durch den Asphalt schafft, dann hast auch du die Kraft immer einen Weg zu finden."

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Zur Zeit werde ich für mein Handeln jedesmal negativ bewertet. 
Eine Spirale aus der ich anscheinend nicht entrinnen kann. Ein riesen Labyrinth. 
Liegt es daran, dass ich oft NEIN sage? Nicht mehr die bin, die sich kümmert? Ich tue nichts anderes, als Menschen aus meinem Umfeld mir gegenüber bereits getan haben. Hier war es aber anscheinend völlig in Ordnung. Nur mein
Handeln wird getadelt. Darf ich nicht auch mal dem Leben entfliehen?

Ich bin zur Zeit erschöpfter als sonst. Antriebslosigkeit macht sich wieder in mir breit. Ich vermisse einen OFFLINE-Schalter! 
Es geht einfach nicht Aufwärts. Was ich auch tue - das Negative bleibt. Menschen tauschen mich aus, warum weiß ich nicht. Ich habe es akzeptiert und mich zurück gezogen.

Kein Wunder das sich die Mauer um mich herum erhöht. Ein Stein nach dem anderen setze ich weiter oben drauf. 
Stein auf Stein. Die Sicht auf Klarheit bleibt somit dunkel. Engt mich förmlich ein. Manchmal nimmt mir die Mauer die Luft zum atmen. 
Kraft sie einzureisen und zu stürzen habe ich vor einiger Zeit verloren. Es kostete mich all meine Kraft sie aufzubauen.
Obgleich ich auch weiß, ich muss positiv denken, will es mir nicht gelingen und stattdessen bleibt in meinem Kopf diese Spirale bestehen.
Somit hat das Negative immer wieder leichten Zugang zu mir! Ich ziehe es förmlich magisch an!


Mein Therapeut hat mir vor einigen Sitzungen den Rat gegeben, am Ende des Tages oder am Ende der Woche meine ganz persönlichen Glücksmomente aufzuschreiben. Was natürlich nicht so einfach ist, aber machbar. Oft muss ich sehr lange nach einem solchen Moment suchen. Mir ist bis dahin oft nicht klar, dass es diesen besonderen Moment sogar gegeben hat. Ein Moment des Glücks. Etwas schönes ist in meinem Leben passiert und ich habe es für diesen einen Moment nicht einmal wahrnehmen können.
Heute habe ich bei der lieben Annie - Hoffnungsschein - Der Lichtblick in der Depression nach einigen Pausen mal wieder das Gänseblümchen der Woche kommentiert. Da fiel mir die Therapiestunde wieder ein, in der mir mein Therapeut genau zu solchen Gänseblümchen geraten hat. Ich dies aber nicht wirklich regelmäßig umgesetzt und zu guter Letzt nicht mal mehr praktiziert habe :-( .

"Wenn es ein Gänseblümchen durch den Asphalt schafft, dann hast auch du die Kraft immer einen Weg zu finden."

Wir Depressionskranke neigen leider viel zu oft - wie ich heute auch - dazu, - nein es ist ein Symptom der Krankheit! - , alles negativ zu sehen und negativ zu spüren. Allen anderen Gefühlen wurden wir, durch die Depression, beraubt.
Um dies nicht länger aufrecht zu erhalten sondern um uns zu zeigen, dass es auch noch schöne Dinge im Leben gibt, egal wie klein sie auch sein mögen, ist es wichtig positive Momente zu filtern. Gezielt zu filtern, sie aufzuschreiben und bewusst ins Gedächtnis zu rufen. Tag für Tag, Woche für Woche.

Darum hab ich beschlossen mein persönliches Gänseblümchen einmal die Woche hier gemeinsam für/mit euch zu posten.
Vielleicht ist der ein oder andere unter euch, der sein Gänseblümchen dann mit mir hier teilen möchte? :-)
Die liebe Annie hat mir zugestimmt, wenn ich ihre Idee auf meinem Blog übernehme. Einmal die Woche ein oder mehrere Gänseblümchen - Glücksmomente der Woche zu filtern und hier zu posten.
Wahrscheinlich werde ich dies Sonntags tun. - Ich hoffe es gelingt mir regelmäßig - 
Vielleicht schaffe ich es, durch diese kleinen Glücksmomente diese Spirale - diese hohe feste Mauer - zumindest ein Stückchen einreisen zu können! Und wer weiß, vielleicht fällt sie irgendwann zusammen und die Spirale erlischt gleich mit.....

Kommentare:

  1. Ich finde es klasse, dass du dieses kleine Ritual für dich übernimmst. Eigentlich sollte das jeder von uns tun, denn auch Menschen, die gar nicht an einer Depression erkrankt sind, legen viel zu oft ihren Fokus auf das, was nicht laufen will.
    Viele Grüße von Annie

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    1. Danke meine liebste Annie :-*

      Du hast recht. Man sieht immer oder meistens nur das Negative. Jedenfalls ist es zur Zeit bei mir so! Ich erkenne das schöne aus meinem Alltag nicht mehr.

      Die liebe Kräuterrabe hat mir letztes Jahr ein so schönes selbstgemachtes Glückstagebuch geschenkt und ich hab es irgendwie zur Seite gelegt :-( warum kann ich Euch nicht einmal sagen.
      Aber jetzt möchte ich dies parallel zum Blog tun.

      :-)

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