Das Gefühl ALLEIN zu sein

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"Früher dachte ich, das schlimmste was im Leben passieren könnte, ist am Ende ganz allein zu sein.
Ist es nicht.
Das schlimmste im Leben ist, am Ende mit Menschen zu sein, welche dir das Gefühl vom alleine sein geben."
 (Robin Williams)

Manchmal wünsche ich mir, meine Freunde könnten meine Gedanken lesen. Im Zeitalter von WhatsApp fällt den Freunden nicht schwer mal eben kurz nachzufragen wie es mir geht.
Dabei wäre es oft so viel mehr wert, wenn hier einfach genau dieser Freund sitzen würde und mich in den Arm nehmen würde.... - Kennt ihr das ? -


Oft hab ich das Gefühl alleine zu sein. Denke darüber nach warum keiner merkt, dass ich genau dann denjenigen so dringend brauche, wenn ich mich nicht melde -  mich von der Außenwelt abschotte -
 - Ich müsste es doch einfach nur sagen! - genau darin liegt das Problem. Ich kann es nicht. Warum? Keine Ahnung. Setze ich einfach voraus , dass sie es merken müssen? Müssen sie es denn überhaupt merken? Will ich ihnen nicht zur Last fallen? Möchte ich nicht mehr betteln, weil sie denken könnten ich jammere ?...



Allerdings bin ich mir sehr bewusst, wenn ich sie anrufe und brauche sind sie da. Jedoch bin ich zur Zeit zu müde, zu kraftlos um zu *betteln* . Ja ich weiß , es ist kein betteln. Dennoch komm ich mir oft so vor. Ich kann doch nicht jeden Tag verlangen, dass jemand  hier bei mir sitzt und mir Händchen hält. Es muss doch auch alleine zu schaffen sein. Diese schlechten Tage zu bewältigen.

Ich hoffe nur sie geben mich nicht auf (die ersten haben sich bereits von mir entfernt, oder sind dabei..), wenn ich ständig zu einem Treffen *Nein* sage. Sie sollen bitte weiter fragen. Immer und immer wieder.
Manchmal ziehe ich mich ohne Vorwarnung zurück. Die Welt wird offline. - Menschen um mich rum, werden deswegen sauer - ( sind das dann die echten Freunde ? - sie machen sich eigentlich echt Sorgen.. aber ich verlange von keinem mich dann zu verstehen .. )
Ihre Geduld mit mir ist bestimmt bald am Ende. Davor habe ich Angst. Ich möchte aber, dass sie weiterhin nach einem Treffen fragen und wenn es 100 mal ist. Sie weiterhin fragen, wie es mir geht. Mich besuchen ! - das ist soviel mehr - 
Ich kämpfe immer wieder dagegen an und auch mich zerreist es fast, meine Geduld mit mir ist auch fast am Ende. Ich hoffe sie geben mir die Zeit die ich brauche und unterstützen mich. 





Kommentare:

  1. Hallo Melle,
    danke für deinen lieben Kommentar.
    Ich finde es toll, dass du Blogs besuchst und dich dadurch nicht nur mit deinen Gedanken und Depressionen beschäftigst. Es ist bestimmt nicht leicht für dich und ich wünsche dir viel Kraft. Hole dir auch professionelle Hilfe.
    Ich werde jetzt immer bei dir lesen.
    L.G.KarinNettchen

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    1. Vielen dank Karin. Ich durchstöbere gerne kreative Blogs. Bin selbst gerne kreativ und kann mich so etwas ablenken.
      Professionelle Hilfe suche ich zur Zeit , ist jedoch nicht so einfach einen Therapieplatz zu bekommen.
      Ich hoffe ich kann mit meinem Blog viele betroffene ansprechen und Mut machen, zum sich öffnen und sich mit mir auszutauschen.

      :-)

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  2. Guten Morgen Melle,
    lieben Dank für Deinen netten Kommentar. Als ich Deine 2 ersten Posts gelesen habe, musste ich schon schwer schlucken. Dachte da schreibt jemand genau das was ich auch oft denke und fühle. Ich bewundere Dich, dass Du so offen damit umgehst. Davon bin ich noch meilenweit entfernt. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du nicht nur einen Therapieplatz bekommst, sondern auch einen Therapeuten der für Dich passt. Du hast mir auf www.KräuterRabe.de kommentiert, wenn Du Dich für kreative Blogs interessierst dann schau doch auch mal bei mir auf www.mm-creative.blogspot vorbei. Ich würde mich freuen und wünsche Dir einen guten Wochenstart
    KräuterRabeGrüße

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    1. Da ich 2012 diese Diagnose erhielt, lernte ich mit der Zeit damit umzugehen. Ich lernte auch in meiner Reha sehr vieles darüber. Am meisten allerdings, gaben mir die Menschen in meiner RehaZeit.
      Je offener Du mit Deiner Diagnose umgehst, desto besser wird Dein Umfeld Dich irgendwann verstehen.

      Danke für´s Daumen drücken. Kann ich sehr gut gebrauchen. Es bedarf sehr viele Telefonate!

      ( auf deinem creativeblog habe ich mich umgesehen und verfolge ihn nun :-) )

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  3. Guten Morgen liebe Melle,
    auch ich habe Deine 2 ersten Posts gelesen und finde es toll, wie offen du mit diesem Thema umgehst.
    Da ich im Moment noch nicht so offen mit meiner Diagnose umgehen kann, geb ich mein Kommentar Anonym ab. Auch das ist Klasse, daß man dies hier anonym tun kann.
    Ich werde Dich weiter hier verfolgen und erkenne mich in Deinen Texten wieder

    Danke für Deine Offenheit.

    lg Biggi

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    1. Liebe Biggi,

      kein Problem hier Anonym zu Posten. Das Thema ist für viele Betroffene sehr sensibel.
      Ich möchte einfach mit meiner Offenheit anderen Mut machen. Mich Austauschen. Manchmal brauch auch ich den Mut und Beistand, wenn ich mich mal selbst wieder nicht verstehen kann!

      Kopf hoch.

      Freu mich, daß Du meinen Blog im Auge behälst

      Gute Besserung für dich !

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  4. Das Zitat von Robin Williams ist so wahr. Ich wünsche dir ganz viel Kraft & finde es toll, dass du einen Blog dafür eröffnet hast. :)

    Alles Liebe,
    Lisa von hashtagbeyourself.blogspot.ch

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    1. Danke liebe Lisa :-)
      gerade erreicht mich Dein Gedanke und ich freu mich.
      Die Kraft versuche ich gerade zu tanken. Ist nicht immer einfach, wenn man so oft alleine ist. Irgendwie versucht man es aber. Ich tue es für mich und meine kleine Familie. Hier habe ich immer das Gefühl, gebraucht zu werden :-)

      Danke für Deine Worte

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