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Zwischen extremer Euphorie und absoluter Niedergeschlagenheit

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Heute ist Sonntag, verlängertes Wochenende und ich liege kraftlos - erschöpft - auf meinem Sofa. An solchen Tagen ärgert mich das immer besonders. Gestern nicht zu bremsen und heute förmlich am Arsch.
Meinen Kids ist es  langweilig und ich zu erschöpft, um mit ihnen etwas zu unternehmen.
Die Große hat sich ein Glück heute nachmittag mit ihren Freundinnen fürs Kino verabredet :-) 
Meiner Jüngsten ist es natürlich langweilig (Update: sie hat sich letzten Endes nun auch mit ihrer Freundin draußen zum spielen  verabredet :-) ) Die Sonne scheint und in meiner Seele regnet es. Alle sind unterwegs und leben. Ich fühle mich alleine.

Gestern war ich voller Euphorie und hab meinen Thermomix glühen lassen.
Marmelade gekocht. Gebacken. Mittagessen gekocht.
Danach dachte ich mir, och es ist langes Wochenende, da könnte Melle ja noch einen schnellen Streuselkuchen vom Blech backen. Gesagt getan. 
Zum gemütlichen TV-Abend gab es dann noch ein selbst gebackenes Käsebrot.
Glaub mein Thermomix verstand plötzlich die Welt nicht mehr! 
Ich allerdings fühlte mich lebendig. Fit für all das, was ich lange nicht mehr getan habe. Nahrungsmittel selbst hergestellt.

Leckeres Hasenfrühstück und  Samt-Erdbeermarmelade






Leider hatte ich - nur - mein Handy zum fotografieren zur Verfügung. Real sieht die Hasenfrühstück - Marmelade noch orangefarbener aus. Durchaus vergleichbar mit dem orange einer Möhre. Sie schmeckt aber nicht im geringsten nach Möhren. Die Äpfel und der Zucker schmecken deutlich raus.





Schneller Blechstreuselkuchen



Sind die Rezepte für Euch relevant? - könnte auch mal meine Rezepte bloggen - 


Die Quittung bekam ich  natürlich heute morgen nach dem aufstehen. Ich war/bin erschöpft. Spürte ich bereits gestern Abend. Meine Seele ist schon länger müde. 
Zur Zeit lebe ich wirklich zwischen extremer Euphorie und absoluter Niedergeschlagenheit.

Warum ist das so? 

Mein Körper fühlt sich an, als hätte er ein Haus gebaut. Ich wollte es gestern aber in dem Moment tun. Ich wollte und konnte nicht anders. 
Ich habe - nur - gekocht, gebacken und war einfach mal Mama und Hausfrau. Heute bämmmm Antriebslos.
Allerdings versteht mich meine Familie nicht immer. Statt mir Hilfe zu leisten, bin ich oft alleine mit all den Dingen die im Alltag anfallen und danach geschwächt. Bekomme ich Hilfe, dann kann ich schon in den Gesichtern ablesen, wie abgenervt sie sind und dies belastet mich natürlich. Am nächsten Tag wollen sie mich zum weggehen ermuntern und verstehen nicht, wieso ich auf dem Sofa oder sogar im Bett liegen bleiben möchte. 

Für meine innere Ruhe ist es auch sehr wichtig, ein ordentliches gemütliches warmes zu Hause zu haben. - Ich bin selbst nicht die Ordentlichkeit in Person. - Ich will mich wohlfühlen können. Die ganze Woche über bemühe ich mich, dies umzusetzen. Mal gelingt es mir gut, mal weniger. Allerdings wäre da noch meine Familie - Kinder und Ehemann - (hier bleibt was liegen, dort ein Kleidungsstück, hier ein Blatt Papier und Entscheidungen alleine treffen) -   
Ich kann es nicht erklären. Aber in einem aufgeräumten zu Hause, in einem sauberen Bad, in einem gemütlichen warmen Wohnzimmer, fühle ich mich wohl. Es erleichtert mir die tiefen Phasen - mit Gemütlich- und Behaglichkeit - zu überstehen. Kennt ihr das? 
Doch meiner Familie scheint dies manchmal egal zu sein. 
Ich habe mich dessen sehr oft mitgeteilt. Doch meine Worte hört niemand. 
Weine oder schweige ich, dann fragen sie sich was falsch läuft. 
Meine Kraft lässt nach. All die vielen Worte, Erklärungen und das alleine Organisieren, schwächen mich. 

Ich  möchte so gerne ein gemütliches warmes zu Hause, doch zur  Zeit herrscht die Kälte. 
Einmal den Satz hören: "Erzähl mal wie fühlt es sich für Dich an, das Leben zur Zeit?" - wünsche ich mir übrigens von meinem gesamten Umfeld. - wäre schön.


Ist es aber nicht so, dass man sich gegenseitig respektieren sollte? Die Wünsche des anderen wenigstens ein bisschen versucht umzusetzen?
Ist es nicht das A und O in einer Familie - überhaupt im Umgang mit Menschen - miteinander zu reden? Den anderen glücklich zu machen? Füreinander da zu sein? 
Zur Ruhe kommen und Kraft tanken ist so wichtig für mich. Damit meine Seele eine Auszeit bekommt und sich wieder finden kann. Allerdings verstehen dies die wenigsten bzw. keiner. Ruhe zu finden, abschalten zu können, um all das Chaos um mich herum - auch das Chaos in mir - verarbeiten vielleicht sogar verstehen zu können.
All dies würde es leichter machen, mit den tiefen Phasen zu leben. Sie besser zu überstehen oder sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Das Gefühl von Geborgenheit und wärme fehlt mir.

Wer weiß, vielleicht hätte ich dann mehr Kraft im Alltag.

Eine verständnisvolle Schulter - Arme die mich festhalten - Geborgenheit- und meine Seele könnte für einen Moment ruhen.


Kommentare:

  1. Huhu liebe Melle :)

    Ich komme immer wieder auf deinen feinen Blog und lese – öfter als du es mitbekommst... Meistens lese ich und muss das etwas sacken lassen – deine Texte sind sehr emotional und ehrlich! Und das bleibt hoffentlich auch so – ich mag sie, auch wenn sie inhaltlich nicht immer Freude in einem spüren lassen...
    Auch jetzt, bin ich mehr sprachlos und weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll... Wenn ich das lese, wie´s dir geht und wie du dich fühlst – dann fühlen sich meine Probleme auf einmal ganz klein an. Unwichtig, gar nicht der Rede wert...

    Ich sende dir ganz viel Liebe rüber und komm gut in die neue Woche, Liebes :*
    Fühl dich ganz lieb gedrückt und gegrüßt,
    deine Rosy

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    1. Hallo meine liebe Rosy :-)

      welch schöne Nachricht von Dir :-*
      Danke !

      Ich würde gerne auch mal andere Inhalte Posten. Zur Zeit fühle ich aber nichts positiv. Vielleicht schreckt das auch viele ab. Viele wollen lustiges, interessantes lesen oder bloggen.
      Jedoch ist diese genau zur Zeit mein Leben. Manchmal gibt es die Sonnentage :-)

      Jedes Problem ist ein Problem. Für jeden Menschen ist sein Problem eigtl zur Zeit das wichtigste.
      Ich versuche ja, Lösungen und Wege zu finden und diese auch zu gehen. Mit Verständnis an meiner Seite, wäre das ganze viel viel einfache und vor allem leichter.

      Schön zu wissen, dass es auch Leser im Hintergrund gibt :-)

      Ich möchte aber auch anderen Betroffenen sagen, sie sind nicht alleine!

      Meine Therapie hat letzte Woche begonnen und sobald ich die Werkzeuge die man mir mit in den Alltag gibt, umsetzen kann, werde ich auch davon berichten.

      Es ist wirklich schön zu wissen, dass es jemand im Hintergrund gibt der mit liest.
      :-)
      Schön dass Du es mir mitgeteilt hast :-*

      Fühl Dich ganz fest gedrückt

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  2. Hallo Seelentief,

    Mir fehlen gerade die Worte... Ich bin sprachlos.
    Ich weiß garnicht wie ich anfangen soll... Es ist als hättest du über mich und meine Familie geschrieben. Ich muss gerade stark sein, damit ich nicht in Tränen ausbreche, mein Mann ist heute zu Hause. Er versteht es nicht, stellt mir dann wieder Fragen, worauf ich ihm keine Antwort geben kann. Er würde sich dann wieder distanzieren. Das kann ich kaum ertragen.
    Ich muss erstmal verdauen, bis bald.
    Liebste Grüsse
    Katja

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    1. Hallo liebe Katja :-)
      Willkommen und danke für Deinen - wenn auch traurigen - Gedanken.

      Es ist sehr oft so, dass die Partner nicht verstehen was mit uns los ist. Hast Du mal versucht mit ihm zu reden?
      Manchmal glaube ich, sie fühlen sich hilflos gerade weil sie nicht verstehen und wünschten sich wir würden sie verstehen.

      So oft hab ich erklärt wie ich mich fühle. Eigtl hab ich mich überall schon zu oft erklärt.
      Empathie hat nicht jeder.

      Ich kann Dich sehr gut verstehen.
      Finde es schön, dass Du dich gemeldet hast und hoffe Du kannst wieder durchatmen :-)

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